Dienstag, 21. Juni 2011

Lernen Lernen Lernen

oder auch einfach sinnlose Spiele spielen. (ja, ich steh auf MMORPGs...)

Ab und an stolpere ich dann auch mal über Künstler, die mir persönlich recht unbekannt vorkommen, ich aber dennoch - auch nach weiterer recherche - super finde.

Vielleicht werde ich eine Reihe daraus machen, was mir selbst auch ein wenig für die Prüfung helfen würde, vielleicht wird das Ganze auch wieder fallen gelassen so wie das letzte Mal nach dem Otto Dix Post.


Gustave Moreau - Selbstbildnis, 1850, Musée Gustave-Moreau, Paris


Star des Tages ist Gustave Moreau. Der Symbolist lebte zwischen 1826 - 1898 in Paris. Zu dieser Zeit nimmt die Industrialisierung ihren Lauf, Staaten steigern sich in ihrem Nationalismus und Patriotismus und demokratische Bewegungen fordern Gleichheit und das allgemeine Wahlrecht. Der Sozialismus erblüht.
In Frankreich findet 15 Jahre nach Napoleons Niederlage in Waterloo die Juli-Revolution statt, durch die in verschiedenen europäischen Nationen die öffentliche Meinung der Bürger und das politische Interesse wachsen und es so zu Unruhen kommt. Nach dem Aufruf der 2. frz. Republik beginnt das Kaisertum Napoleons III. (Kurz zuvor fand die März-Revolution in Deutschland statt.)

Der Symbolismus entsteht als eine Protestbewegung gegen den detailgetreuen Naturalismus, aber auch gegen die verklärte Schwärmerei der Romantik. Die seelische Tiefe, die Ebene hinter dem Sichtbaren rückt in den Mittelpunkt und thematisiert Emotionen, Traum und Ekstase, aber auch die verschiedenen Lagen der Psyche selbst. Beliebte Motive waren hierbei mythologischen, aber auch biblischen Ursprungs.
Darstellerisch weist der Symbolismus einige Parallelen zum Jugendstil auf, was euch sicherlich auffallen wird.

Ein deutscher Vertreter des Symbolismus, dessen Bild einige von euch garantiert schon einmal gesehen haben:



Franz von Stuck - Die Sünde, 1893, Neue Pinakothek, München
via wikipedia
(wurde ausserdem in meiner Hausarbeit zu "Die Reproduktion in Thomas Manns Erzählung Gladius Dei" erwähnt)




Mich selbst jedoch interessieren vorallem Moreaus Aquarelle:

Die siegreiche Sphinx (Le Sphinx vainqueur), 1886, Clemens-Sels-Museum, Neuss via


Phaéton, 1878, Louvre, Parisvia


Kleopatra, 1887, Musée Gustave-Moreau, Paris via





Es lohnt sich, den Künstler zu googlen und sich die Werke anzuschauen. Ich werde nun weiter meine Karteikarten abarbeiten.

Und es wird demnächst wohl ein DIY Projekt gestartet. Mit viel Pappkarton, Uhu Klebegummi, Wollfäden und vielleicht ein wenig Aquarell. Seid gespannt!

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