Donnerstag, 7. Juni 2012

Künstlervorstellung: Thomas Grünfeld

Ich hasse es, mich auf Wikipedia zu berufen, aber die Website von diesem Künstler heute ist noch in Arbeit.

Nicht Grünfeld selbst steht im Mittelpunkt, sondern eher seine Serie Misfits (Außenseiter), die ich bisher nicht wirklich beurteilen kann. Der Begriff der Kunst an sich ist schon wirklich sehr relativ und beruht, meiner Ansicht nach, auf Subjektivität, wo mir widerum andere nun widersprechen würden, indem sie Soziologen und Philosophen zitieren, ohne selbst darüber nachzudenken. Aber wenn ich mir die Misfits anschaue, dann bin ich gespalten zwischen Amusement, Ethik und leichtem Ekel.
(Gerade sehe ich auch, dass dieser Künstler eine Professur hier an der Akademie der Künste hat. Die Ergebnisse dieser Klasse würden mich interessieren!)

Die Misfits entstanden 1990 und provozierten einen Aufruhr bei Animal-Rights-Aktivisten bei der Ausstellung in einer Londoner Galerie. Warum, seht ihr bereits bei diesem Exemplar hier. Es handelt sich um Tierpräparate, die phantasievoll neu arrangiert wurden. Verstörend und faszinierend zugleich.

Je mehr ich recherchiere, umso mehr Fragezeichen erscheinen und ich bin froh, dass ich damals den Kurs zur Tierethik in der Kunst nicht gewählt habe. Laut Tier und Kunst verfolgt Grünfeld eine Förderung des menschlichen Interesses an Seh- und Tastsinn. Ob ich diese Skulpturen nun anfassen wollen würde, bezweifle ich. Natürlich gehörte die Provokation durch die Ausstellung der Überreste von Lebewesen und ihrer Abwertung zu Objekten, Skulpturen ebenfalls zu seiner Intention. Diese soll allerdings auf die möglichen Folgen der Gentechnik hinweisen.



Ist das denn nun Kunst oder nicht?

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